Die Geschichte

Tierfriedhof Nord

Der Hamburger Kaufmann Uwe Arthur Timm fuhr in den siebziger Jahren nach Paris und fragte dort nach dem Heldenfriedhof. Seine eher bescheidenen Französischkenntnisse brachten ihn tatsächlich auf einen Friedhof. Helden lagen vermutlich auch dort begraben, allerdings vierbeinige!

Uwe Arthur Timm war auf dem großem Pariser Tierfriedhof gelandet.

Die Idee nahm er mit und gründete 1978 die Ruhestätte in Norderstedt. Einige mühselige Behördengänge waren notwendig um mitten im Landschaftsschutzgebiet Tiere begraben zu dürfen. Die Mühe hat sich gelohnt und den deutsch-französischen Missverständnissen des Herrn Timm sei Dank, seit 38 Jahren dürfen sich die Menschen von ihrem tierischen Freund verabschieden, und zwar auf anständige Art und Weise.

Tierfriedhöfe führen eine lange Tradition fort: Bereits die Ägypter der vorchristlichen Zeit haben Ihren Toten Tiermumien für ihren Weg in das Jenseits mitgegeben, und auch aus altrömischer Zeit sind Tiergräber bekannt. In der Neuzeit hat z. B. Königin Victoria ihre geliebten Hunde auf ihrem Stammsitz auf der Isle of Wright beisetzen lassen, ebenso verfügte König Friedrich der Große die Beisetzung seiner Hunde neben seinem Grab.