Trauerbegleitung

Trauerbegleitung Martina Paschen

Verlust eines treuen Weggefährten

Unser bester Freund, unser vielgeliebtes Tier ist gestorben. Wir bleiben zurück und unser Leben ist nicht mehr wie es vorher war. Beim Tod eines nahen Angehörigen werden uns einige Tage und Wochen der Trauer zugestanden. Doch wenn ein Tier stirbt? Wir sollen sofort wieder funktionieren und so tun, als wäre alles in Ordnung. Trauerzeit? Nein, es war „doch bloß ein Tier“.

Trauernde, die ihr Tier verloren haben, wissen, dass es nicht so ist. Oft sind wir allein in unserer Trauer und versuchen uns weiter im Leben zu bewegen. Doch die Tränen fließen und wir wissen nicht, wohin mit unseren Gefühlen und Gedanken.

Wie kann ich damit umgehen?

Nehmen Sie an unserer Trauergruppe teil, hier treffen Sie auf Verständnis und  erhalten Hilfe. In der Gruppe gedenken wir unserer Tiere. Wir reden über sie, aber vor allem über uns und  sprechen über unsere Ängste, unsere Wut, unsere Trauer und über unser Leben ohne das geliebte Tier. Wir hören von den anderen, wie sie damit umgehen und fühlen uns in unserer Trauer wertgeschätzt, verstanden und nicht mehr allein. Vielleicht schaffen wir es zusammen ein bisschen besser, mit dem Verlust umzugehen. Im Bedarfsfall werden auch Einzelberatungen angeboten.

Termine der begleiteten Trauergruppe

Für Menschen, die ein geliebtes Tier verloren haben und sich mit anderen Trauernden austauschen wollen. Gruppengröße von 5 – 8 Teilnehmern.

Wann: Mittwoch, 04. Oktober 2017, 19.30 Uhr, darauf folgend 10 Termine im zweiwöchigen Abstand
Wo: Tierfriedhof  Nord, Wilstedter Weg 133, 22851 Norderstedt-Glashütte
Kosten: 15 € pro Teilnehmer/Abend (2 Stunden)

Ihre Trauerbegleiterin

Trauerbegleiterin Martina Paschen

  • Martina Paschen, 48 Jahre alt
  • Sucht und Sozialberaterin
  • Systemische Beraterin DGSF
  • Ehrenamtliche Hospizmitarbeiterin
  • In Ausbildung zur Tierheilpraktikerin

 

 

Schon früh war mir klar, dass mich der Tod beschäftigt. „Wenn ich mit dem Tod klar komme, kann mir im Leben nichts mehr passieren“ habe ich schon als 17-jährige gedacht. Das Thema war somit für mich immer präsent. Beruflich hatte ich häufig mit plötzlichen Todesfällen zu tun und auch privat verlor ich einige Tiere, worunter ich sehr litt. 2006 begann ich dann meine Hospizausbildung und begleitete in diesem Rahmen Sterbende und ihre Angehörigen. Auch eine Trauergruppe leitete ich zusammen mit einer Seelsorgerin im Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster. In der Zeit meiner Übersiedelung in den südlichen Randbereich Schleswig-Holstein kümmerte ich mich dann um Sterbende und ihre Angehörigen, konnte dieses dann aber berufsbedingt nicht mehr weiterführen. 2013 wurde ich dann hauptberufliche Sucht- und Sozialberaterin und begann eine systemische Gesprächsausbildung, die im April 2017 mit einem DGSF-Zertifikat endete. Im Februar 2017 begann ich meine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM in Bad Bramstedt. Da unser 11-jähriger Hund im Frühjahr 2017 zweimal in Vollnarkose operiert werden musste, befasste ich mich wieder einmal mit dem Gedanken: „Was passiert mit mir, wenn Timon bei der OP sterben sollte?“ Aus diesem Gedanken entstand die Idee diese Trauergruppe für Menschen in Trauer um ein geliebtes Tier zu gründen.
Ich möchte einen Platz schaffen, wo sich Trauernde in dem Wissen öffnen können, dass die anderen ähnliches erlebt haben und wo ihnen für ihre Gefühle Wertschätzung und Anteilnahme entgegen gebracht wird.

 

Die Gruppe

Damit die Teilnehmer der Gruppe vertraut miteinander reden können, werden sich alle am ersten Gruppentag kennenlernen und von sich und ihrem Tier erzählen. Schön wäre es, wenn wir alle einen Gegenstand mitbringen können, der unsere tiefe Verbundenheit zu unserem verlorenen Tier aufzeigt. Vielleicht fällt es uns so auch leichter von ihm zu erzählen.

Die folgenden Termine stehen zunächst immer unter der Frage, wie es uns derzeit geht und aktueller Themen. Hier kann Platz für Dinge entstehen, die uns beschäftigen und nur schwer loslassen. Idealerweise durchlaufen wir so einen Prozess, der für die eigentliche Trauerbewältigung dienlich ist.

Immer wird auch insbesondere zum Ende unseres Kurses das Thema „Zukunft ohne das geliebte Tier“ angesprochen werden. Das Ziel ist, dass die Teilnehmer die Fähigkeit entwickeln mit dem Verlust umzugehen und friedvoll auf das Lebensende ihres Tieres schauen können. Ich bin überzeugt, dass dies in der Gruppe gut gelingen kann und freue mich schon sehr auf die TeilnehmerInnen.

Auf Wunsch kann ich auch Einzelsitzungen zu allen persönlichen Themen anbieten. Über die Modalitäten würde ich gerne persönlich Auskunft geben.

Freundlicherweise werde ich bei der Gruppenleitung von Rhea Schädlich unterstützt. Ich habe ihre Art und Beratung in meiner Gespächsausbildung kennen und schätzen gelernt und freue mich sehr auf ihre Beiträge.

 

Kontakt
Telefon: 040/605 665 21
tiertrauer@gmx.net